Einfluss der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus auf Aufenthaltsprozeduren

Einfluss der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus auf Aufenthaltsprozeduren

Internationaler Schutz
Seit dem 3. April ist es wieder möglich einen Antrag auf internationeln Schutz einzureichen. Allerdings nur auf Terminvereinbarung.
Dazu muss über ein Online Formular ein Termin beantragt werden. Mehr Informationen und das Onlineformular finden Sie hier: https://arrivalcenterappointment.ibz.be/
Mehrsprachige Erläuterungen finden Sie hier: https://www.cire.be/office-des-etrangers-introduction-de-demande-de-protection-internationale-en-ligne/

Das Generalkommissariat für Flüchtlinge und Staatenlose arbeitet weiter. Es finden jedoch bis auf weiteres keine Anhörungen mehr statt.
Die Einspruchsfristen bleiben gültig.

Anträge auf Visa (Familienzusammenführung, Touristenvisum, …)
Bis auf weiteres ist es nicht möglich Visa-Anträge zu stellen und werden keine Visa mehr ausgestellt (außer Ausnahmefälle).

Die bereits eingereichten Visa-Anträge werden bearbeitet. Im Falle einer positiven Antwort, wird das Visum erst ausgestellt, wenn die Situation sich normalisiert hat.

Wenn Sie bereits ein Visum erhalten haben, rät das Ausländeramt die Einreise nach Belgien zu verschieben bis die Situation sich normalisiert hat.
Es gibt noch keine konkreten Informationen darüber, ob und wie zu diesem Zeitpunkt bereits abgelaufene Langzeitvisa (Visa D) erneuert werden können. Sobald dies der Fall ist, werden wir Sie informieren.

Abgelaufene Kurzzeitvisa (Visa C) können laut Angaben des Ausländeramtes auf Vorlage folgender Dokumente erneuert werden:

  • Visumsantragsformular mit den neuen Reisedaten
  • Beweis Zahlung Konsulatsgebühr
  • Kopie Reisedokument mit dem bereits ausgestellten Visum
  • Beweise über die Gegebenheiten der neuen Reise (neues Datum für eine Konferenz, ein berufliches Treffen, neuer Einladungsbrief, …)
  • Krankenversicherung gültig für den neuen Reisezeitraum

Einfluss auf Fristen und Bedingungen bei einem Antrag auf Familienzusammenführung.
Das Ausländeramt hat am 6. April angekündigt, dass es die Maßnahmen zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus als aussergewöhliche Umstände betrachten wird bei der Familienzusammenführung.
Das heisst, zum einen, dass die Maßnahmen zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus als zulässiger Grund für eine verspätete Einreichung des Antrags akzeptiert werden. Allerdings muss man beweisen, dass alle notwendigen Massnahmen ergriffen wurden um den Antrag einreichen zu können, sobald dies möglich ist. Wir raten Ihnen daher, der entsprechenden Botschaft zu schreiben und ihren Wunsch zu äußern einen Antrag auf Familienzusammenführung machen zu wollen und entsprechende Infos anzufragen.
Das heisst zum anderen, dass  der Einfluss der Massnahmen auf die Höhe und Regelmässigkeit ihres  Einkomms berücksichtigt wird in den Fällen wo eine Einkommensbedingung besteht.

Drittstaatsangehörige, die Belgien nicht verlassen können
Das Ausländeramt weist darauf hin, dass Drittstaatsangehörige, die aufgrund der aktuellen Situation Belgien nicht verlassen können (Quarantäne, Flugannullierung, Grenzschließung,…) einen Antrag auf Verlängerung ihres Aufenthaltsrechts stellen können. Dieser Antrag kann per Mail bei der Gemeindeverwaltung eingereicht werden. In dringenden Fällen kann der Antrag direkt an das Ausländeramt geschickt werden: cs.suivi[at]ibz.fgov.be

Dabei müssen folgende Dokumente beigefügt werden:

  • Kopie Pass,
  • Kopie Ankunftsbescheinigung (Anlage 3)
  • Schriftliche Erklärung, warum Sie Belgien nicht verlassen können
  • Dokumente, die diese Erklärung belegen.
  • Beweis der gültigen Krankenversicherung
  • Adresse in Belgien + Kontaktdaten wie Mailadresse und Telefon

 

Mehr Informationen: https://dofi.ibz.be/sites/dvzoe/FR/Pages/home.aspx